Angekommen in der Karibik!

Havanna Saare 38

Langsam erobern wir unser Traumziel.

Erst einmal mussten wir uns an die Wärme gewöhnen, einhergehend mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Außerdem ist das Paradies voll und die Natur längst nicht mehr unangetastet.

St. Lucia und Martinique überraschen uns aber doch mit tollen Schnorchel- und Tauchrevieren. Als wir Bequia erreichen, wähnten wir uns in der richtigen Karibik. Mit dem Dinghi an Land umweht uns allgegenwärtig ein typischer süßlicher Geruch, die Menschen sind total relaxt. Weiter geht es nach Mustique, die Insel der Reichen, Karibik aus dem Bilderbuch, sehr schön, aber nicht echt. Die Tobago Kays wurden uns sehr empfohlen als die Karibik schlechthin. Das mag vor 20 Jahren so gewesen sein, heute ist es zwar eine schöne Landschaft, aber viel zu voll. Kleine (so wie wir), Große, Katamarane, kleine Kreuzfahrtschiffe und große Motorluxusyachten mit eigenem Hubschrauber tummeln sich hier.

Aber auch die Tuulikki, eine Saare 41, gemeinsam segelten wir 2022 im Geschwader nach Estland. Einen deutschen Katamaranskipper verwirrten wir total, als Kind bei den Eltern Saare gesegelt, Fan, konnte sich nicht vorstellen, hier gleich zwei zu sehen. Tja, tolles Boot, tolle Gegenden. Wir verbrachten einen sehr netten Nachmittag an Bord und abends beim legendären Strandbarbecue.

Dann sind da noch die Boatboys, einige dies sicher schon seit 50 Jahren. Sie kommen angeflitzt, zeigen einem einen Ankerplatz, Boje, nehmen Müll, alles natürlich gegen eine kleine Gebühr. Grundsätzlich ist es schön, gerade als Neuling. Einige übertreiben es jedoch bis hin zum Betrug.

Aber wir merken, langsam wirklich anzukommen. Wir werden gelassener, erfahrener und finden wirkliche Traumplätze, wie im Bilderbuch und echt!

Havanna ist uns ein gutes zu Hause. Wir genießen die Sicherheit bei raueren Bedingungen, denn zwischen den Inseln weht der ständige Passat mit oft 5 -6 Bft und die Wellen sind nicht selten bei 2,5m,  Gischt über Deck und Aufbauten inklusive. Genauso zuverlässig kommt aber mehrmals am Tag die automatische Bootsentsalzungsanlage zum Einsatz in Form von Squalls und kurzen, aber heftigen tropischen Güssen. In der Wärme schätzen wir auch sehr die Doradelüfter und alle Fenster zum Öffnen. Unter Deck ist es nicht feucht oder klamm, es sei denn, wir schließen bei einer Überfahrt das Decksluk nicht ordentlich.

Mittlerweile sind wir von Grenada bis Antigua gesegelt, unser Traum hat sich erfüllt. Unglaubliche Farben, wunderschöne Buchten und eine üppige Vegetation, daran können wir uns nicht satt sehen. Ankern auf 9 m Tiefe und die Kette ist glasklar am Meeresgrund zu sehen.

Baden, Schnorcheln, Tauchen ohne Ende, nicht verschweigen wollen wir den einen oder anderen Rumpunsch, manchmal auch Painkiller oder Pina Colada, in der Reihenfolge. Getoppt wird aber alles durch herrliche Segeltörns auf unserer tollen Havanna!

Antigua, den 21. März 2026

Bärbel Oelert und Ralf Conrad